DIE KUNYIKS

1 FAMILIE.
2 WELTEN.
1 TEAM.
Hinter jedem erfolgreichen Athleten steht eine Geschichte, bei den Danube Dragons ist die Geschichte von David Kunyik (15) untrennbar mit seiner Familie und einer ganz besonderen Dynamik verbunden
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Angekommen in der Dragons Family
David ist kein Unbekannter auf dem Sportplatz. Von seinem 5. bis zum 12. Lebensjahr schnürte er die Fußballschuhe für den FC Klosterneuburg. Doch mit 12 kam der Wendepunkt: Ein Jahr lang jonglierte er zwischen Flagfootball und Fußball, bis die Entscheidung fiel. Warum Football? „Der Teamspirit und die Trainer“, sagt David heute. Die Gemeinschaft bei den Dragons gab den Ausschlag.
Nach dem Start in der U14, wo er sowohl in der Offense als auch in der Defense wertvolle Erfahrungen sammelte, hat er sich heute in der U16 als Starting Offense Player etabliert. Neben der Vienna Business School, dem Training, ist das Dragons Gym mittlerweile sein zweites Zuhause geworden.
Der Rollentausch
Sport ist bei den Kunyiks Familiensache. Davids Schwester Laura (16) ist im Judo-Sport erfolgreich: Als Mitglied des A-Kaders im U18 Nationalteam kämpft sie auf internationalem Parkett.
Lange Zeit war die Aufteilung klar: Mama Anna begleitete David zu jedem Training und Spiel, während Papa Roman mit Laura zu den Judo-Wettbewerben reiste. Doch die Intensität des Sports forderte ihren Tribut – vor allem bei den Nerven. Weil Papa Roman bei den Kämpfen seiner Tochter kaum stillsitzen konnte, wurden die Rollen kurzerhand getauscht. Jetzt ist Roman bei den Dragons-Spielen als Team-Fotograf im Einsatz. Die Kamera vor dem Auge lässt keinen Platz für Nervosität, und Laura weiß ihre Mutter am Mattenrand.
Support ohne Grenzen
„Ohne die Unterstützung unserer Eltern wäre das alles nicht möglich“, sind sich die Geschwister einig. Leistungssport bedeutet Verzicht – auf Freizeit, auf Ausschlafen, auf klassische Urlaube. Doch der Gewinn wiegt schwerer.
Die gegenseitige Unterstützung der Geschwister geht dabei weit über das Übliche hinaus. Wenn David nicht live bei Lauras Kämpfen sein kann, verfolgt er den Stream und übernimmt sogar die Gegner-Analyse im Vorfeld. Der Höhepunkt dieses Zusammenhalts: Für die Jugend-Olympiade 2025 in Skopje verzichtete David ohne zu zögern auf seinen Sommerurlaub, damit die gesamte Familie Laura vor Ort unterstützen konnte.
Ob auf dem Football-Feld oder der Judo-Matte: Die Kunyiks beweisen, dass Spitzensport eine Teamleistung ist – auf und abseits des Platzes.


JONAS GASSELICH

POWER-KID & PLAY-CALLS: GASSELICH ÜBERNIMMT.
Jonas Gasselich ist erst 26 Jahre alt, doch seine Geschichte bei den Danube Dragons reicht fast zwei Jahrzehnte zurück. Heute zieht er als Offensive Coordinator die Fäden an der Sideline – ein Weg, der von purer Leidenschaft, Teamgeist und Mut zur neuen Herausforderung geprägt ist.


Wo alles begann: Kraftpaket mit Herz
Der Grundstein für Jonas' Football-Karriere wurde bereits 2014 gelegt. Schon als Kind war er kräftiger gebaut als viele Gleichaltrige. In anderen Sportarten oft gebremst, fand er beim American Football genau das Ventil, das er brauchte: „Hier konnte ich endlich zeigen, was ich kann“, erinnert er sich. Doch es war nicht nur die Physis, die ihn fesselte. Es war dieser unvergleichliche Teamgeist, der die Dragons ausmacht – eine Bruderschaft, in der jeder für den anderen einsteht.
Der harte Cut und die neue Berufung
Jonas’ aktive Zeit auf dem Feld in der AFL war intensiv, aber leider kurz. Nach nur zwei vollen Saisonen zwangen ihn Verletzungen dazu, die Shoulderpads an den Nagel zu hängen. Doch aufhören war für ihn keine Option. Sein Platz war weiterhin bei seinem Team – wenn auch nicht mehr in der Line, sondern an der Sideline.
Er begann, sein Wissen als Trainer weiterzugeben, und unterstützte das Team leidenschaftlich. In dieser Saison folgte der nächste große Schritt: Head Coach Michael Hönig fragte ihn, ob er die Rolle des Offensive Coordinators übernehmen wolle. „Ich habe ein paar Tage Bedenkzeit gebraucht, um in mich zu gehen, ob ich mir diese große Aufgabe wirklich zutraue“, gesteht Jonas.

Leidenschaft für Entwicklung
Die Entscheidung fiel schließlich für die Herausforderung – eine Eigenschaft, die Jonas auszeichnet. Er liebt es, Verantwortung zu übernehmen. Dabei betont er immer wieder den Rückhalt im Verein: „Der gesamte Offense-Trainerstaff unterstützt mich großartig. Es macht unglaublich viel Spaß, Spieler zu entwickeln und ihre Leistungssteigerung von Woche zu Woche zu sehen.“
Dass er auch in der österreichischen Footballszene geschätzt wird, zeigt der Support von Weggefährten, die ihn bei seiner Entwicklung fördern und unterstützen.
Zwischen Kochlöffel und Playbook
Wenn Jonas nicht gerade Spielzüge analysiert, findet man ihn wahrscheinlich in der Küche. Als ausgebildeter Koch ist das Kochen seine zweite große Leidenschaft. Ob am Herd oder am Spielfeldrand: Präzision und das richtige Rezept für den Erfolg sind ihm wichtig.
JOSHUA EAST

COOKIES, KUNST & INTERCEPTIONS.
Er ist jung, hungrig und bringt eine Menge Erfahrung mit nach Transdanubien: Joshua East verstärkt in dieser Saison das Backfield der Danube Dragons. Wir haben den sympathischen Neuzugang aus Florida zum Interview getroffen und dabei weit mehr als nur Football-Themen besprochen.

Mit gerade einmal 23 Jahren blickt Joshua bereits auf eine lange Football-Laufbahn zurück. Kein Wunder, schließlich steht er auf dem Feld, seit er fünf Jahre alt ist. „Ich habe eigentlich als Quarterback angefangen“, verrät er uns mit einem Schmunzeln. Dass er heute als Defensive Back die gegnerischen Receiver zur Verzweiflung bringt, verdankt er einem ehemaligen Trainer, der sein Talent für die Defense und als Receiver erkannte und ihn zum Positionswechsel bewegte. Eine Entscheidung, die sich bezahlt gemacht hat.

Master-Studium und Carolina-Heimweh
Auch abseits des Rasens ist Joshua eine beeindruckende Persönlichkeit mit vielen Facetten. Er steht kurz vor dem Abschluss seines Masters in Business Administration (MBA). Wenn er nicht gerade Playbooks studiert oder für die Uni lernt, findet man ihn oft beim Schreiben oder in Kunstgalerien – Joshua hat eine große Leidenschaft für Malerei.
Trotz der Distanz zu seiner Heimat Florida bleibt er eng mit seinen Wurzeln verbunden. Als jüngster von vier Geschwistern telefoniert er sehr oft mit seinen Eltern. „Der Rückhalt meiner Familie bedeutet mir viel“, sagt er. Und wenn sonntags die NFL läuft? „Dann schlägt mein Herz für die Carolina Panthers!“
Nachtschwärmer mit einer süßen Schwäche
Joshua hat sich in Wien bereits bestens eingelebt. „Die Stadt ist toll, alle sind extrem freundlich“, erzählt er. Besonders die Wiener Nächte haben es ihm angetan – er liebt ausgiebige Nachtspaziergänge, oft gefolgt von langen Gaming-Sessions mit Freunden bis in die frühen Morgenstunden.
Kulinarisch probiert er sich gerne durch die Wiener Küche, wobei derzeit asiatisches Essen ganz oben auf seiner Liste steht. Doch es gibt ein Ritual, von dem er keinen Zentimeter abweicht: „Vor jedem Training kaufe ich mir eine Packung Chocolate Chip Cookies – und ja, ich esse die ganze Packung, sie schmecken wie daheim”

„Es fühlt sich an wie im College“
Der Empfang bei den Danube Dragons hätte für ihn nicht besser laufen können. Die Teamkollegen haben ihn mit offenen Armen aufgenommen und das Niveau im Training beeindruckt ihn nachhaltig. „Die Trainer sind fachlich top. Das ganze Setup hier erinnert mich sehr an meine College-Zeit in den USA“, zeigt sich Joshua begeistert.
Wir freuen uns riesig, Joshua in der Dragons-Familie zu haben und sind gespannt auf seine Interceptions in der kommenden Saison!
Welcome to Vienna, Joshua!
WALTER KURTIS KUHLENKAMP II

VON NORTH CAROLINA NACH WIEN.
Die Danube Dragons haben einen neuen Spielmacher mit der Nummer 1, und er bringt eine faszinierende Mischung aus Südstaaten-Charme und deutscher Präzision nach Wien. Wir stellen euch Walter Kurtis Kuhlenkamp II vor, den 24-jährigen Deutsch-Amerikaner, der gekommen ist, um zu führen, aber lieber das Team feiern lässt.

Wenn man Walter Kuhlenkamp zum ersten Mal trifft, fällt sofort seine ruhige, fokussierte Ausstrahlung auf. Er ist kein Mann der lauten Töne, sondern der Taten. Aufgewachsen in einem kleinen Ort im beschaulichen North Carolina, mit einem drei Jahre älteren Bruder an seiner Seite. Walter ist weit mehr als „nur“ ein Quarterback – er ist ein echter Allround-Athlet.
Ein Kind der Action: Von Dirtbikes zum Klippenspringen
Bevor er sich voll und ganz dem Football verschrieb, war kein Abenteuer vor ihm sicher. Walter liebt den Adrenalinkick: Ob er mit dem Dirtbike durch das Gelände jagt oder sich beim Klippenspringen in die Tiefe stürzt – er sucht die Herausforderung. Diese Furchtlosigkeit merkt man ihm auch auf dem Feld an.
Sein sportliches Fundament ist breit gefächert. In seiner Jugend probierte er fast alles aus, was einen Ball oder Wettkampfcharakter hatte: Baseball, Fußball und Basketball gehörten fest zu seinem Alltag. Diese Vielseitigkeit macht ihn heute zu einem so beweglichen und spielintelligenten Quarterback.
Quarterback-Schmiede North Carolina
Mit einem Blick auf seine High-School-Zeit verrät er, dass er in North Carolina gemeinsam mit keinem Geringeren als Drake Maye, dem aktuellen Quarterback der New England Patriots, auf dem Feld stand. Aber Walter ist nicht nur Sportler durch und durch. Er hat seinen Uniabschluss in Physik und Wirtschaft.

Kulturelle Wurzeln und ein Name als Vermächtnis
Seine Geschichte ist eng mit Europa verbunden. Seine Großeltern mütterlicherseits stammen aus Deutschland. Auch sein Großvater väterlicherseits war Deutscher. Er verstarb leider vor Walters Geburt, doch sein Name lebt in ihm weiter – eine Ehre und ein Vermächtnis, das Walter mit Stolz trägt.
Diese „deutschen Wurzeln“ zeigen sich vielleicht in seiner tiefen Liebe zu Struktur und Abläufen. Walter ist ein Ästhet der Ordnung. „Ich brauche Struktur, um meine Leistung abzurufen“, erklärt er. Diese Disziplin führte ihn bereits nach Europa, wo er in der GFL für die Saarland Hurricanes auflief.
Der turbulente Weg nach Wien
Der Weg zu den Dragons war jedoch alles andere als eine gerade Linie. Zunächst verschlug es ihn nach Italien. Doch nach nur anderthalb Wochen war klar: Das passt nicht, er hat die Verpflichtung nach kurzer Zeit vor Ort abgelehnt. Enttäuscht flog Walter zurück nach Hause in die USA. Doch das Schicksal hatte andere Pläne.
Kaum zu Hause angekommen, klingelte das Telefon, die Danube Dragons waren am Apparat. „Jetzt bin ich einfach nur glücklich, wieder Football spielen zu dürfen.“

Team-Player durch und durch
In Wien angekommen, hat er ein klares Ziel: Siege für die Dragons. Wer aber Star-Allüren erwartet, ist bei Walter an der falschen Adresse. Er stellt das Kollektiv konsequent über sein Ego. Seine Philosophie ist entwaffnend bescheiden: „Ich bin nur der, der den Ball wirft. Die O-Line blockt, die Receiver fangen, das Team gewinnt.“
Fokus auf das Wesentliche
Wer Walter in diesen Tagen nach Sightseeing-Tipps für Wien fragt, erntet ein sanftes Lächeln. „Dafür hatte ich noch keine Zeit“, sagt er. „Ich konzentriere mich derzeit zu 100 Prozent auf Football.“ Wenn er nicht auf dem Feld steht, analysiert er Playbooks. Ein kleiner Teil seines Herzens ist jedoch in North Carolina geblieben: bei seiner Katze Chloe, die derzeit von seiner Mutter betreut wird.
Kulinarisch ist er übrigens der Traum eines jeden Gastgebers: Er ist ein leidenschaftlicher Genießer und isst schlichtweg alles gerne. Die Wiener Küche kann also kommen!
Willkommen in Wien, Walter! Go Dragons!